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Stromausfall

Ohne elektrischen Strom ist unser modernes Leben kaum vorstellbar. Dieses gilt umso mehr für pflegebedürftige Klienten, die in ihrer Wohnung auf den zuverlässigen Betrieb von Medizinprodukten angewiesen sind. Ein “Blackout” wird für betroffene Senioren schnell zur gesundheitlichen Bedrohung.

Oft sind Dienstleistungen wie etwa der Hausnotruf gestört. Immobile Klienten können bei einem Ausfall des Fahrstuhls nicht mehr eigenständig das Haus verlassen und Hilfe holen.

Oft sind Dienstleistungen wie etwa der Hausnotruf gestört. Immobile Klienten können bei einem Ausfall des Fahrstuhls nicht mehr eigenständig das Haus verlassen und Hilfe holen.

Wenn Pflegekräfte bei einem Stromausfall Ruhe bewahren, überträgt sich dieses auch auf unsere Klienten. Es ist wichtig, überlegt und besonnen auf das Problem zu reagieren.

Das Ausmaß des Stromausfalls wird korrekt eingeschätzt.

Falls der Stromausfall durch ein elektrisches Gerät in der Wohnung des Klienten ausgelöst wurde, wird dieses identifiziert und repariert oder ersetzt.

Der Klient wird nicht unnötig beunruhigt.

Kein Klient kommt durch den Ausfall eines elektrisch betriebenen Medizinprodukts zu schaden.

Wir erfassen alle Auswirkungen des Stromausfalls systematisch; insbesondere bei einem längeren Versagen der Kühlung von Medikamenten und von Lebensmitteln.

Wir erläutern dem Klienten und seinen Angehörigen die Bedeutung einer funktionierenden Stromversorgung. Insbesondere müssen diese sicherstellen, dass die Beiträge an den Energieversorger korrekt bezahlt werden, um eine Stromsperre zu vermeiden.

Bei Liquiditätsengpässen sollte der Klient den Stromversorger frühzeitig ansprechen. Wenn im Haushalt pflegebedürftige Senioren leben, gilt eine Stromsperre i. d. R. als rechtlich unverhältnismäßig.

Stromabschaltungen zu Wartungszwecken werden ggf. durch zentrale Aushänge oder durch Zettel im Briefkasten angekündigt. Klienten mit geringem Sehvermögen könnten diese übersehen. Daher muss auch die Pflegekraft auf entsprechende Hinweise achten.

Wir stellen sicher, dass die Akkus und die Ersatzakkus kritischer Geräte stets geladen sind. Defekte und stark gealterte Akkus werden ersetzt.

Bei allen Klienten, die auf zusätzlichen Sauerstoff angewiesen sind, muss stets eine alternative Sauerstoffquelle verfügbar sein, die unabhängig vom Stromnetz arbeitet. Dafür eignet sich etwa eine Sauerstoffdruckgasflasche.

Empfindliche Elektrogeräte sollten ggf. mit einem Überspannungsschutz versehen werden.

Gasthermen und Ölheizungen sind bei einem Stromausfall funktionsunfähig. Wenn der Klient über einen Kamin oder über einen Holzofen verfügt, raten wir ihm zu Bevorratung von geeigneten Brennstoffen.

Der Klient sollte stets über eine aufgeladene Taschenlampe und über ein batteriebetriebenes Radio verfügen.

Wir raten dem Klienten dazu, zusätzlich zu seinem Festnetzanschluss ein (Prepaid-)Mobiltelefon zu beschaffen.

Wir prüfen zunächst, welchen Umfang der Stromausfall hat. Ist nur ein Zimmer des Klienten betroffen, seine ganze Wohnung, der ganze Wohnblock oder die ganze Straße?

Wir kontaktieren die Nachbarn und fragen diese, ob der Strom bei ihnen funktioniert.

Wir prüfen, ob der Stromausfall die Folge einer Stromsperre durch den Energieversorger ist.

Wir stellen fest, ob eine Sicherung den Stromkreis getrennt hat. In diesem Fall wird die Sicherung wieder eingeschaltet. Misslingt dieses, muss das defekte Elektrogerät gefunden werden, das den Stromausfall verursacht hat. Dafür ziehen wir zunächst alle Geräte aus den Steckdosen. Nun wird die

Sicherung wieder aktiviert. Schritt für Schritt verbindet die Pflegekraft die Geräte wieder mit dem Stromnetz und schaltet diese testweise an.

Klienten oder Pflegekräfte sollten keine Kerzen als Beleuchtung anzünden. Dieses wäre mit einer erheblichen Brandgefährdung verbunden.

Wenn der Akku eines kritischen Geräts einen Ladestand von 50 Prozent unterschreitet, wird die Verlegung des betroffenen Klienten in ein Krankenhaus geprüft. Spätestens, sobald der letzte verfügbare Ersatzakku angeschlossen werden muss, ist der Transfer zwingend erforderlich.

Bei beatmeten Senioren geben wir im Falle eines Notrufs an, wie lange die Akkulaufzeit des Beatmungsgeräts noch ausreicht.

Bei längeren Stromausfällen macht sich der Ausfall der Heizung oder der Klimaanlage bemerkbar.

Im Winter sollten Senioren eine zusätzliche Jacke tragen, um sich vor der Kälte zu schützen.

Im Sommer werden Klienten aus überhitzten Zimmern in kühlere Bereiche der Wohnung gebracht.

Wir beachten, dass ein Stromausfall bei vielen Klienten traumatische Erlebnisse wachrufen kann, insbesondere Erinnerungen an den Krieg.

Wir prüfen, ob die Antidekubitusmatratze ausreichend Druck aufweist. Ggf. können wir die Schläuche abziehen und die Verschlusskappen aufstecken.

Der Ausfall des Fernsehers kann insbesondere für bettlägerige Senioren für erhebliche Langeweile sorgen. Der Klient soll alternativ z. B. ein Buch oder eine Zeitung lesen.

Die Tür des Kühlschranks wird nur dann geöffnet, wenn dieses zwingend erforderlich ist.

Wir bereiten uns auf das Ende des Stromausfalls vor. Wir schalten Elektrogeräte aus, die beim unerwarteten Wiedereinschalten gefährlich sein könnten, also etwa Herdplatten oder Bügeleisen.

Maßnahmen nach dem Stromausfall:

Viele Geräte haben eine interne Uhr, etwa Heizungen oder Aquarien. Wir prüfen, ob diese durch den Stromausfall verstellt wurden.

Wir prüfen, ob Kühlschränke und Kühltruhen wieder funktionieren. Wir kontrollieren überdies, ob Medikamente oder Lebensmittel durch den Ausfall der Kühlung verdorben sind.

(Hinweis: Ohne Kühlung müssen viele Lebensmittels bereits nach 8 bis 24 Stunden als verdorben angesehen werden.)

Defekte Elektrogeräte werden repariert oder ersetzt.

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